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Anbautechnologie > Fruchtfolge > Standortansprüche > Bodenbearbeitung > Aussaat >
Düngung
> Pflanzenschutz > Ernte

Die Aussaat sollte möglichst früh und unter trockenen Bedingungen erfolgen. Dies ist manchmal bereits Ende März (wie Sommergerste) der Fall, meistens erfolgt die Aussaat aber in der ersten Aprilhälfte. Grundsätzlich sind auch Saattermine bis in den Mai hinein möglich, diese sind aber mit niedrigeren Erträgen und vor allem einer späteren Ernte verbunden. Bei später Aussaat ist die Zeit für die Jugendentwicklung des Sommerrapses zu kurz, um einen kräftigen Blattapparat als Grundlage für hohe Erträge auszubilden. Eine zeitige Aussaat (bei Bodentemperaturen von 5 – 8°C in den obersten 5 cm) hingegen fördert das vegetative Wachstum, eine tiefere Durchwurzelung sichert eine bessere Wasserversorgung und Nährstoffaufnahme, die Ertragssicherheit wird erhöht.

Die Keimung erfolgt bereits bei Bodentemperaturen von 2 – 3 °C. Sommerraps übersteht während des Feldaufgangs Temperaturen bis minus 4 °C. Danach kommt es zu einer Abhärtung der jungen Pflanzen, falls diese in ihrer Entwicklung längere Zeit kühlen Temperaturen um den Gefrierpunkt ausgesetzt sind, solche Bestände können auch bis zu minus 8°C überstehen.

Empfohlene Saatstärke in Körnern/m²

Saattermin

Hybridsorten

Liniensorten

Früh

60 – 70

90 – 100

Mittel

70 – 80

100 – 110

Spät

80 – 90

110 – 120


Kommt es zu einer leichten Frostschädigung der jungen Pflanzen, so erholen diese sich in der Regel, sofern der Vegetationskegel nicht beschädigt worden ist. Daher sollte man nach einem Frostschaden dem Bestand vor einer eventuellen Umbruchentscheidung einige Tage Zeit geben.

Die Aussaattiefe darf bei guter Bodenfeuchte 1 - 2 cm, auf trockenen Standorten max. 3 cm mit guter Rückverfestigung nicht überschreiten. Die empfohlene Saatstärke liegt je nach Saattermin und Sortentyp zwischen 80 und 120 keimfähigen Körnern/m² (je nach TKG entsprechend ca. 3,5  - 5 kg/ha). Je später der Saattermin, desto höher die empfohlene Saatstärke.

Bei späteren Saatterminen zwingen die steigende Tageslänge und die höheren Temperaturen die Pflanzen unweigerlich zur Blüte, wodurch die Zeitspanne für eine vernünftige Einzelpflanzenentwicklung nicht mehr ausreicht. Die Anzahl der Verzweigungen sinkt, daher muss über die Erhöhung der Saatstärke und damit verbunden eine höhere Anzahl von Haupttrieben pro Fläche der Ertragsverlust zumindest teilweise ausgeglichen werden.

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