Anbautechnologie > Fruchtfolge > Standortansprüche > Bodenbearbeitung > Aussaat >
Düngung > Pflanzenschutz > Ernte


Sommerraps bildet trotz der kurzen Vegetationszeit ein intensives Wurzelwerk aus. Dabei erschließen insbesondere Hybriden durch ihr verbessertes Wurzelsystems den Boden schnell und können effizient die mineralisierten Nährstoffe nutzen. Durch diese Eigenschaft können Hybriden im Vergleich zu Liniensorten ohne zusätzliche Düngung höhere Erträge erzielen.
Damit sich ein Sommerraps-Bestand schnell entwickeln kann und einen kräftigen Blattapparat bildet, benötigt Sommerraps direkt zur Aussaat den Großteil der Nährstoffe. Im Durchschnitt kann mit einem Ertragspotenzial von 25 – 35 dt/ha gerechnet werden, vereinzelt sogar darüber.
Für einen optimalen Start sollte der pH- Wert je nach Bodenart zwischen 5 und 7 liegen. Für Erträge um 30 dt/ha müssen etwa 60 kg/ha P2O5, 160 kg K2O und 40 kg/ha MgO aus dem Bodenvorrat und über die Grunddüngung zur Verfügung gestellt werden.
Der Stickstoffbedarf beträgt etwa 5 kg N je dt Ertragserwartung. Es bietet sich daher eine Gabe von 80 - 100 kg N/ha zur Aussaat sowie eine 2. Gabe von 40 kg N/ha in der Streckungsphase an. Bei hoher Ertragserwartung kann eine zusätzliche N - Gabe von 10 bis 20 kg/ha in Kombination mit einer Pflanzenschutz – Maßnahme erfolgen. Die N – Versorgung kann vollständig oder teilweise auch mit Gülle erfolgen. In der Jugendphase sollten je Güllegabe allerdings nicht mehr als 15 m³ auf den Bestand ausgebracht werden, um die jungen Rapspflanzen nicht zu unterdrücken.

Zur Vermeidung von Schwefelmangel sind Gaben von 25 – 35 kg S/ha (1 kg S je dt Ertragserwartung) einzuplanen. Im Gegensatz zu Stickstoffmangel, der zuerst an den älteren Blättern auftritt, äußert sich Schwefelmangel meist zuerst an den jüngsten Blättern (Aufhellung vom Rand her). Hellgelbe bis weiße Blütenblätter sind Symptome von akutem Schwefelmangel, hierauf muss sofort mit einer Blattdüngung (Bittersalz oder Ammonium - Sulfat) reagiert werden, um die Ertragsverluste in Grenzen zu halten.
Für eine kräftige Blüte und einen guten Schotenansatz ist eine ausreichende Bor – Versorgung erforderlich, dazu sollte im Rahmen von Pflanzenschutzmaßnahmen vor der Blüte 100 g/ha Bor beigemischt werden.








