Fruchtfolge > Standortansprüche > Bodenbearbeitung > Aussaat > Wachstumsregulierung > Unkrautbekämpfung > Schädlingsbekämpfung > Krankheitsbekämpfung > Kalkung > Düngung > Sikkation > Ernte

Die Aussaat beginnt bereits mit der Ernte der Vorfrucht. Wichtig bei der Ernte:
- kurze Stoppel mähen
- Stroh fein zerkleinern (Häcksellängen bis 5cm)
- gleichmäßige Verteilung über die gesamte Arbeitsbreite gute Spreuverteilung
Das Stroh darf, egal ob mit oder ohne Pflug, bei der darauf folgenden Aussaat keine mechanischen und im weiteren Verlauf keine pflanzenbaulichen Probleme mehr bereiten (z.B. Strohmatten oder unzureichende Rückverfestigung). Stroh stellt gerade in viehlosen Betrieben oftmals die wichtigste Quelle für organische Substanz dar und ist damit wichtige Grundlage für ein aktives Bodenleben und eine gute Bodenstruktur. Eine intensive Strohrotte entzieht den am Stroh überlebenden Schaderregern die Nahrungsgrundlage.
Je größer die anfallenden Strohmengen und je geringer die zur Verfügung stehende Zeitspanne, desto intensiver und tiefer muss die Einarbeitung des Strohs erfolgen. Je 10 dt/ha Stroh sind als Faustzahl 1,5 cm Bearbeitungstiefe erforderlich. Verbleiben große Mengen organischer Substanz an der Bodenoberfläche, behindert dies das Auflaufen der Saat und die Wirkung von Herbizidmaßnahmen. Bei zu großen Strohmengen hat sich eine N-Gabe mit schnell wirksamen nitrathaltigen Düngerformen (z.B. AHL) mit dem Richtwert 1 kg N pro dt Stroh zur Förderung der Strohrotte bewährt.
Außerdem werden mit der Stoppelbearbeitung Unkrautsamen und Ausfall-getreide mit Erde bedeckt und zum Keimen gebracht. Zusätzlich reduziert eine flache Stoppelbearbeitung den Wasserverlust durch Unterbrechung der Kapillarität in der Ackerkrume. Geeignete Arbeitsmaschinen sind Scheibenegge mit Nachläufer, Grubber oder Kurzscheibenegge.
< Standortansprüche | Konventionelle Saat >







