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Raps stellt vergleichsweise hohe Ansprüche an die Nährstoffversorgung (er entzieht dem Boden 3x so viel Nährstoffe wie Getreide) mit Phosphor, Kalium und Magnesium. Über die Samen wird jedoch nur ein Teil dieser Nährstoffe entzogen, so dass den nachfolgenden Kulturen die überwiegende Menge wieder zur Verfügung steht. Im Rahmen der Fruchtfolge erfolgt die Grunddüngung daher am besten zu Raps. Generell ist die Düngung nach den Werten der Bodenuntersuchung festzustellen, wobei die Versorgungsstufe „C“ anzustreben ist.
Phosphor fördert die Wurzelbildung, Standfestigkeit und Abreife. Die Winterhärte wird erhöht. Auch für die Fettsäuresynthese und somit für den Ölgehalt ist Phosphor mit verantwortlich.
Kalium ist wichtig für Blüten- und Schotenausbildung und insbesondere für den Wasserhaushalt, somit für das gesamte Pflanzenwachstum. Normal ist eine einmalige Gabe für den Gesamtbedarf ausreichend. Auf leichteren Standorten lohnt sich evtl. ein Splitting (bei über 240 kg Bedarf).

- Grundnährstoffversorgung zu Winterraps in kg/ha
Der Magnesiumbedarf entspricht in etwa dem dreifachen vom Getreide, es ist wichtiger Bestandteil der ertragswirksamen Ausbildung von Chlorophyll. Erfolgt die Kalkung oder die Kali Düngung mit Mg-haltigen Düngern, so ist eine Einzelgabe nicht mehr erforderlich. Bei leichten Böden empfiehlt sich das wasserlösliche Bittersalz.
Schwefel ist für die Rapspflanze von enormer Bedeutung. Er ist wichtig für den Stoffwechsel und Stoffeinlagerung in der Pflanze. Die Schwefel-versorgung muss noch vor dem Streckungswachstum sichergestellt werden. Der Mangel zeigt sich an den jüngeren Blättern, die ein gelbes, marmoriertes Aussehen bekommen. Blüten bleiben kleiner und sind fahlgelb bis fast weiß. Besonders auf leichten Standorten tritt Schwefelmangel oft auf, da er nicht im Boden gespeichert werden kann. Eine hohe N-Düngung verstärkt den Mangel. Schwefelmangel, wie auch Bormangel, begrenzt neben der Anzahl der Schoten/Pflanzen auch die Anzahl der Samen/Schote. Eine Schwefeldüngung von ca. 30 - 40 kg/ha ist in der Regel ausreichend. Die Grundversorgung mit Schwefel kann nur über eine Bodendüngung garantiert werden. Zur Verringerung von Reduktionen bietet sich im weiteren Entwicklungsverlauf der Pflanze die Blattdüngung mit Schwefel und Mikronährstoffen an.







