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Fruchtfolge > Standortansprüche > Bodenbearbeitung > Aussaat > Wachstumsregulierung > Unkrautbekämpfung > Schädlingsbekämpfung > Krankheitsbekämpfung > Kalkung > Düngung > Sikkation > Ernte

Stickstoff kann als Hauptantrieb des Pflanzenwachstums angesehen werden, er ist der wichtigste Nährstoff.  Die Höhe der Gabe richtet sich nach N-min Gehalt, Standort (N-Mineralisation) und dem Entwicklungsstand des Rapses. Besonders wichtig ist auch eine bedarfsgerechte Verteilung, die im folgenden dargestellt wird.

N - Düngung im Herbst

Stickstoff wird vor allem zur Förderung der Strohrotte eingesetzt. Darüber hinaus erfolgt die N-Düngung zu Spätsaaten oder bei widrigen Entwicklungsbedingungen, z.B. Nässe oder Kälte. Eine zu hohe N-Versorgung kann vor allem bei früher Saat zum Überwachsen und Schossen führen. Hier muss gegebenenfalls zeitig mit einer Wachstumsregulierung eingegriffen werden. Leidet der Raps im September/Oktober unter ungünstigen Wachstumsbedingungen, so kann auch der Zusatz von Mikronährstoffen und Bittersalz zu einer Pflanzenschutzmaßnahme im Herbst für eine deutliche Vitalisierung und Verbesserung der Winterhärte sorgen. Zeigen sich bereits im Spätherbst N-Mangelsymptome, so muss umgehend eine N-Gabe erfolgen, um Reduktionen von Ertragsorganen zu vermeiden. Dies gilt auch für überwachsene Bestände.

N – Düngung im Frühjahr


Mit der 1. N-Gabe muss der hohe Bedarf des Rapses zu Vegetationsbeginn abgedeckt werden. 80-120 kg N/ha sind dazu ausreichend. Normal und gut entwickelte Bestände haben vor Winter 40-100 kg N/ha aufgenommen. Üppige, gut versorgte Bestände sollten nicht überzogen und zu früh angedüngt werden, um die Neublattbildung nicht zu stark auf Kosten der Seitentriebbildung anzu-regen. Schwach entwickelte Bestände müssen dagegen möglichst schnell Biomasse bilden und benötigen daher eine frühzeitige erste N-Gabe mit einem Anteil schnellwirkenden Düngerformen.

Die 2. N-Gabe erfolgt nach Beginn des Streckungswachstums, ca. Anfang April.
Sie fördert Schotenansatz und verringert die Reduktion von Seitentrieben.

Eventuell kann in Hochertragslagen auch noch eine dritte Gabe durchgeführt werden, und zwar mit der Blütenbehandlung. Der Schotenansatz wird gefördert, sowie der Blüten- und Knospenabwurf gehemmt. Meist erfolgt die Gabe zusammen mit einer Spritzung (Sclerotinia, Schädlinge) als AHL.

Der Grundsollwert für Erträge von 35-40 dt/ha beträgt ca. 200-240 kg N/ha, entsprechend ca. 5-6 kg N/dt Ertrag. Abzüglich der Stickstoffvorräte im Boden (N-min) und eventueller Herbst-Gaben ergibt sich der Bedarf im Frühjahr.

Entscheidungskriterien zur N-Düngung

< Grunddüngung | Spurennährstoffe >

Fon +49.46 36.89 0 | Fax +49.46 36.89 22 | E-Mail service@rapsgbr.com