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Fruchtfolge > Standortansprüche > Bodenbearbeitung > Aussaat > Wachstumsregulierung > Unkrautbekämpfung > Schädlingsbekämpfung > Krankheitsbekämpfung > Kalkung > Düngung > Sikkation > Ernte

Kontrolle der Bestandesentwicklung Ende September (40-60 Pfl./m²)

Generell wird im Rapsanbau neben der Unkrautbekämpfung mindestens eine weitere Pflanzenschutzmaßnahme im Herbst erforderlich sein. Daher bietet es sich an, die Wachstumsregulierung (im 4-6 Blatt-Stadium bzw. bei ca. 80% Bodenbedeckung) mit der Mikronährstoffversorgung sowie einer Insektizid-maßnahme zu kombinieren.

Die Wachstumsregulierung mit Triazolen (FOLICUR, CARAMBA) im Herbst stellt gleichzeitig eine fungizide Maßnahme dar, die besonders gegen frühe Phoma- Infektionen eine nicht zu unterschätzende Wirkung besitzt. Die Auswinterungsgefahr wird durch die Verminderung der Stengelstreckung verringert. Neben der Wachstumsregulierung erhöht  eine gute Nährstoffversorgung mit Kalium und Bor die Winterhärte.

Wachstumsregler im Frühjahr


Ziele des Wachstumsreglereinsatzes im Frühjahr sind die Einkürzung und damit Verbesserung der Standfestigkeit. Ebenfalls soll die Dominanz des Haupttriebs über die Seitentriebe gebrochen und somit die Ausbildung der Seitentriebe gefördert bzw. deren Reduktion verhindert werden. Dies führt zu einer homogeneren Blüte und einer gleichmäßigeren Abreife. Die beste Einkürzung lässt sich erreichen, wenn die Wachstumsregulierung relativ zeitig (20-40 cm Pflanzenhöhe) bzw. in wüchsigen Phasen erfolgt.

Die Auswirkungen von Bor- und Schwefelmangel werden durch den Einsatz von Wachstumsregulatoren verstärkt. Seit der Zusatz von CCC nicht mehr erlaubt ist, haben sich je nach Sorte und Bestandesentwicklung Solo-Maßnahmen mit FOLICUR (Tebuconazol) bzw. CARAMBA (Metconazol) mit Aufwandmengen zwischen 0,5 und 1,5 l/ha durchgesetzt (Aufwandmengen von 1,0 l und höher im Splitting).

Bei Bedarf ist die Kombination mit Herbiziden oder Insektiziden möglich. Generell ist festzuhalten, dass warmes und wüchsiges Wetter die Wirkung von Wachstumsreglern verstärkt, während bei Trockenheit oder Staunässe die Ausbringung unterbleiben sollte, da hier kaum mit einer nennenswerten Wirkung zu rechnen ist. Besonders lohnen sich Wachstumsregler in üppigen Beständen bei langeranfälligen Sorten. Allerdings sollte man auf die Dosierung achten, da zu hohe Aufwandmengen verspätete Blüte, Abreife sowie Blattaufhellungen zur Folge haben.

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